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Blatt & Glut — Vom Blatt zur Glut

Pfeifentabak mit Orient

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Orienttabake wachsen kleinblättrig auf den kargen, sonnenverwöhnten Böden Griechenlands, der Türkei und Mazedoniens — je magerer der Boden, desto konzentrierter das Aroma. Die winzigen Blätter, nach Herkunftsorten wie Izmir, Samsun oder Basma benannt, werden in der Sonne getrocknet und entwickeln dabei ihr Markenzeichen: ein würzig-süßliches, leicht blumiges Aroma mit einer angenehm trockenen, fast staubigen Kräuternote, die an Sommerwiese und Gewürzbasar zugleich erinnert. Pur geraucht wird Orient kaum — seine Bühne ist die Mischung, wo schon kleine Anteile Komplexität, Duft und eine elegante Würze beisteuern, die weder Virginia noch Burley liefern können. Klassisch tritt er im großen Dreiklang der englischen Mischung auf, als verbindende Mitte zwischen Virginia-Süße und Latakia-Rauch; in schottischen Blends und manchen naturbelassenen Virginia-Mischungen sorgt er für den letzten Schliff. Wer beim Rauchen einer Mischung eine helle, parfümig-würzige Kopfnote wahrnimmt, die er keinem Grundtabak zuordnen kann — das ist fast immer der Orient. In unserem Katalog taucht er in der Tabaksorten-Zeile vieler englischer und schottischer Mischungen auf — ein verlässliches Zeichen für Komplexität im Blend.