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Blatt & Glut — Vom Blatt zur Glut

Pfeifentabak mit Cavendish

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Cavendish bezeichnet ein Verfahren, keinen Rohtabak: Virginia oder Burley werden gepresst, erwärmt und fermentiert, bis der Tabak weich, mild und leicht süßlich wird — der Legende nach geht die Methode auf den englischen Seefahrer Thomas Cavendish zurück, der im 16. Jahrhundert Tabak für die Überfahrt in Rumfässern verstaute. Anders als der schwarz ausfermentierte Black Cavendish bleibt der klassische Cavendish heller, dezenter und näher am Charakter seines Ausgangstabaks; die dänische und die niederländische Schule haben daraus jeweils eigene, milde Stilrichtungen entwickelt. In der Mischung ist Cavendish der große Diplomat: Er glättet Kanten, senkt die Stärke, verbessert Brandverhalten und Feuchtigkeitshaushalt und macht viele Blends überhaupt erst rund. Aromatisierungen nimmt er willig an, drängt sich aber nie in den Vordergrund. Deshalb steckt er — oft unbemerkt — in unzähligen dänischen und amerikanischen Mischungen unseres Sortiments: der unauffällige Teamspieler, ohne den weder milde Einsteigerblends noch ausgewogene Allday-Mischungen funktionieren würden. Wer die Wirkung erleben will, vergleicht eine reine Virginia-Mischung mit ihrer Cavendish-gerundeten Schwester — der Unterschied liegt weniger im Geschmack als im weicheren, kühleren Rauchgefühl.