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Blatt & Glut — Vom Blatt zur Glut

Pfeifentabak mit Burley

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Burley ist der kernige Gegenpol zum süßen Virginia: In luftigen Scheunen ohne künstliche Wärme getrocknet (air-cured), verliert er fast seinen gesamten Eigenzucker und entwickelt stattdessen ein nussig-trockenes Aroma mit Anklängen von Kakao, Erde und Brotkruste. Sein offener Blattaufbau macht ihn zum besten Aromenträger unter den Rohtabaken — deshalb bildet Burley neben Black Cavendish das Fundament der meisten dänischen und amerikanischen Aromatisierungen. In naturbelassenen Blends übernimmt er eine andere Rolle: Er gibt Körper, Stärke und Struktur, ohne süß zu wirken, und verlangsamt als kühl brennender Tabak den Abbrand der ganzen Mischung. Die bekannteste Spielart ist der helle White Burley aus den USA; traditionsreich ist auch der Cube Cut, bei dem gepresster Burley in kleine Würfel geschnitten wird. Wer den Geschmack von dunkler Schokolade, Nuss und trockener Erde schätzt und Virginia-Süße eher dosiert mag, ist beim Burley zu Hause — im Sortiment gut an kräftigeren, nicht-aromatisierten Mischungen zu erkennen. In der Dose zeigt sich Burley meist mittel- bis dunkelbraun und trockener als Virginia — er verzeiht auch ungeduldigeres Rauchen, ohne scharf zu werden.