Zigarrenformat
Dieser Begriff bezeichnet die spezifische Größe und Form einer Zigarre.
Das Zigarrenformat, auch Vitola genannt, bezeichnet die spezifische Kombination aus Länge und Ringmaß (Durchmesser) einer Zigarre und bestimmt maßgeblich das Raucherlebnis. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen geraden Formaten (Parejos) mit gleichbleibendem Durchmesser über die gesamte Länge und geformten Figurados, etwa spitz zulaufenden Torpedos oder Piramides sowie doppelt verjüngten Perfectos. Zu den bekanntesten Standardformaten zählen Robusto (kurz, dick), Corona (mittellang, schlank), Toro (mittellang, dick) und Churchill (lang, mittleres Ringmaß) – jedes mit eigener Rauchdauer und eigenem Verhältnis von Deckblatt zu Einlage, was den Geschmackseindruck selbst bei identischem Blend spürbar verändert. Dickere Formate temperieren den Rauch durch mehr Einlagetabak stärker und wirken dadurch oft milder, während schlankere Formate ein konzentrierteres, direkteres Aroma liefern. Die Wahl des Formats beeinflusst somit nicht nur die Rauchdauer, sondern auch, wie sich Aromen und Stärke einer Zigarre entfalten.