Umami
Eine Geschmacksrichtung, die oft in vollmundigen Zigarren wahrgenommen wird und einen reichen, herzhaften Geschmack beschreibt.
Umami gilt neben süß, sauer, salzig und bitter als fünfte Grundgeschmacksrichtung und wird durch Glutamat und verwandte Aminosäuren ausgelöst, die einen herzhaften, brühartigen Geschmackseindruck erzeugen – bekannt etwa aus reifem Käse, Sojasauce oder Pilzen. In der Zigarrenverkostung wird der Begriff verwendet, um herzhafte, erdige oder „fleischige” Geschmacksnoten zu beschreiben, die häufig bei kräftigen, gut fermentierten und gealterten Tabaken auftreten und dem Rauch eine gewisse Tiefe und Fülle verleihen, losgelöst von reiner Süße oder Würze. Solche Umami-Noten entstehen unter anderem durch die während der Fermentation ablaufenden Eiweißabbauprozesse, bei denen sich Aminosäuren im Tabak bilden. Da Umami-Aromen eher subtil und schwer präzise zu benennen sind, gilt ihre Wahrnehmung als Zeichen einer geschulten, erfahrenen Gaumenwahrnehmung und wird häufig erst nach einiger Übung im systematischen Verkosten bewusst erkannt.