Anbaugebiet
Der spezifische geografische Ort, an dem der Tabak angebaut wird.
Das Anbaugebiet bestimmt maßgeblich Charakter und Qualität des Tabaks, da Bodenbeschaffenheit, Klima, Niederschlagsmenge, Höhenlage und Sonneneinstrahlung die Eigenschaften der Pflanze prägen – ein Zusammenspiel, das in der Weinwelt als „Terroir” bekannt ist und sich analog auf Tabak übertragen lässt. Bekannte Anbaugebiete sind etwa die Vuelta Abajo in Kuba, das Tal von Estelí und Jalapa in Nicaragua, die Region um Santiago in der Dominikanischen Republik oder das Connecticut River Valley in den USA. Selbst innerhalb eines Landes können benachbarte Gebiete deutlich unterschiedliche Tabake hervorbringen: Vulkanreiche, mineralische Böden liefern häufig kräftigere, würzigere Blätter, während sandige oder lehmige Böden mildere, aromatischere Tabake begünstigen. Auch die Anbaumethode spielt eine Rolle – unter Schattennetz („tapado”) gewachsener Tabak entwickelt dünnere, elastischere Blätter, wie sie für Deckblätter benötigt werden, während sonnengereifter Tabak („sol”) kräftigere Einlagetabake liefert.