Alte Zigarre
Eine Zigarre, die mehrere Jahre gelagert wurde und oft als besonders kostbar gilt, da sie im Geschmack und Aroma reifer ist.
Als „alte Zigarre” bezeichnet man üblicherweise eine über mehrere Jahre fachgerecht gelagerte Zigarre, bei der sich die Aromen durch das sogenannte Aging spürbar verändert haben. Scharfe, junge Noten aus der Fermentation treten in den Hintergrund, während sich die Tabake im Blend geschmacklich stärker miteinander verbinden und insgesamt weicher, runder und komplexer wirken. Voraussetzung für eine positive Entwicklung ist eine konstante Lagerung bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 65 bis 70 Prozent, da Schwankungen dem Deckblatt schaden und zu Rissen oder Schimmelbildung führen können. Nicht jede Zigarre gewinnt gleichermaßen durch Alterung: Kräftige, tabakreiche Blends mit hohem Ligero-Anteil profitieren oft deutlicher als milde Formate. Unter Sammlern gelten besonders alte Zigarren, etwa aus limitierten Editionen vergangener Jahrgänge, teils als gesuchte Raritäten, vergleichbar mit gereiften Weinen oder Spirituosen.